Farben für Werbeartikel

Alles so schön bunt hier

Werbeartikel gibt es in vielen Farben. Doch welche davon sind ideal für Ihr Projekt? Es lohnt sich, hier ein bisschen Farbpsychologie zu Rate zu ziehen.

Lieblingsfarben Deutschland

Schon in der Grundschule fragen sich Kinder gegenseitig nach ihrer Lieblingsfarbe. Denn die bevorzugte Farbe ist etwas sehr Persönliches. Das sollte man auch bei der Wahl der Farben für ein Werbeartikel-Projekt berücksichtigen.

2016 befragte das Deutsche Lackinstitut 1.000 in Deutschland Lebende zwischen 16 und 75 Jahren. Dabei lag Blau als Lieblingsfarbe mit 19 % klar vorne, danach folgten Grün, Rot und Beige. Allerdings scheinen die Wert nicht ganz unumstritten zu sein. Denn 2014 hatte das Allensbacher Institut für Demografie Blau noch als Lieblingsfarbe von 40% der Deutschen identifiziert.

Ziemlich gut dokumentiert sind die demografischen Unterschiede bei der Lieblingsfarbe. Denn 22% der Frauen sehen beispielsweise Rot als ihre Lieblingsfarbe – aber nur 4% der Männer. Auch beim Alter dürfte es erhebliche Unterschiede geben. Denn das „Millennium Pink“ heißt nicht umsonst so. Auch kann man sich schlecht vorstellen, dass Über-Siebzigjährige mit dem Interior-Design-Liebling Greige, einer Mischung aus Grau und Beige, viel anfangen können. Übrigens wählt Pantone jährlich unter großem Medienecho eine Trendfarbe. Die „Farbe des Jahres 2020“ ist „Classic Blue“, ein Navy-Ton.

Metallfarben Werbeartikel Wirkung

Welche Farbe ist richtig für meine Werbeartikel?

Unternehmen, die eine gut verankerte Hausfarbe nutzen, haben es im Prinzip einfach. Denn sie könnten Werbeartikel einfach in diesem Ton produzieren lassen. Dabei sollte man sich allerdings klarmachen, dass ein Farbton je nach Oberflächenmaterial, und -beschaffenheit sowie Lichteinfall ganz unterschiedlich wirken kann. Der Fachbegriff dafür ist Metamerie.

Hausfarben sind außerdem oft so genannte „Sonderfarben“. Das bedeutet, stark vereinfacht ausgedrückt, dass man sie speziell anmischen muss. Deshalb sind sie nicht für alle Druckverfahren verfügbar. Wenn gar Kunststoff- oder Metallteile in einer Sonderfarbe hergestellt werden sollen, dann ist die Mindestbestellmenge meist sehr hoch.

Deshalb kann es angebracht sein, sich bei der Wahl der Farbe des Werbeartikels eher daran zu orientieren, welche Zielgruppe man ansprechen will, und was man ihr mitteilen will. Bei Werbeartikeln aus Metall kann das relativ einfach sein. Goldfarbig wirkt hochwertiger als beispielsweise Silber, kommt aber eher bei einer gesetzteren Klientel an. Messing passt in einem rustikal-ländlichen Umfeld gut. Und rötliche Metall-Töne wie Kupfer, Rose- oder Rotgold erfreuen vor allem ein urbanes, design-orientiertes Publikum.

Farbpsychologie Werbeartikel

Farbpsychologie für Werbeartikel

Über die Jahrhunderte haben sich in Zentraleuropa gewisse Farbcodes herausgebildet. So stehen beispielsweise Blautöne etwa für Klarheit und Sauberkeit, manchmal auch Männlichkeit. Auf Waschpulver-Verpackungen, aber auch Herrenkosmetik kann man das sehr gut beobachten.

Rot, manchmal auch Rosa oder Pink, wird mit Liebe assoziiert. Allerdings bringen viele Menschen auch Wut und Macht mit diesen Farben in Verbindung. Das gilt besonders dann, wenn es sich um knallige Rot- oder Rosa-Töne handelt. Noch bis in 1990er-Jahre hat man Farben außerdem strikt nach „männlich“ sowie „weiblich“ unterschieden. Besonders an pinken und rosa Tönen entzünden sich bis heute die Gemüter. Deshalb empfehlen Farbexperten heute oft, auf geschlechterspezifische Farbgebung möglichst zu verzichten.

Die Farbwirkung ist nicht überall gleich

Im chinesischen Kulturraum steht Rot für „Glück“. Ein ähnliche Problem gibt es übrigens auch der Farbe Weiß. Während sie in der westlichen Welt heute mit Reinheit und Unschuld besetzt ist, gilt Weiß im buddhistischen Kulturraum bis heute als Trauerfarbe.

Mit den so genannten „unbunten“ Tönen Weiß, Grau, Schwarz und Beige macht man bei der Farbwahl für Werbeartikel meist nichts falsch. Sie wirken edel, langlebig und zurückgenommen. Nicht umsonst sind viele hochwertige Elektrogeräte in diesen Farben gehalten. Farbpsychologen können einwenden, dass unbunte Artikel möglicherweise aber auch übermäßig konservativ, oder sogar langweilig wirken. Mit sehr knalligen Farben assoziiert man hingegen eher günstige Streuartikel. Oder Produkte, die für Kinder und Jugendliche bestimmt sind. Letztlich sollte man sich bei der Farbwahl von Werbeartikeln also immer davon leiten lassen, was zur Zielgruppe und zum Anlass passt.

Checkliste Farbwahl für Werbeartikel

  • An welche Zielgruppe wendet sich der Werbeartikel?
  • Zu welchem Anlass soll der Werbeartikel verteilt werden?
  • Gibt es bereits eine bestehende Hausfarbe oder gar eine Corporate Identity?
  • Kann die Hausfarbe mit den angebotenen Drucktechniken der Produktionstechniken sicher dargestellt werden?
  • Wie kommt die gewählte Farbe in einem diversen und/ oder internationalen Umfeld an?